Lektion 5 von 12
In Arbeit

Schritt #4 – Bedeutet Schaden = Schmerzen?

Gino Lazzaro Juli 24, 2024

Notizen

Hast du schon mal ein MRT oder Röntgenbild von dir machen lassen? Wenn ja, konnten bestimmt irgendwelche Veränderungen von Strukturen festgestellt werden. 

Zum Beispiel Vorwölbungen der Bandscheibe, Abnutzung des Gelenkknorpels, Auffaserung des Meniskus etc. 

Im vierten Schritt in Richtung Schmerzfreiheit solltest du folgendes verstehen:

Schritt #4: Schmerz hängt oft nur gering mit Schaden zusammen. 

So kannst du zum Beispiel sehr hohen Gewebeschaden und gleichzeitig keine Schmerzen haben bzw. sehr hohe Schmerzen und keinen Gewebeschaden haben. 

Wenn du jetzt nochmal an die letzten Lektionen zurückdenkst, verstehst du vielleicht auch schon die Reihenfolge dieses Kurses. 

Wir verändern durch das Wissen aus diesen Lektionen deine Gefahrenfilter: Erwartung, Logik, Wissen (siehe Schritt #3). 

Wenn du nämlich das nächste Mal die Wahl hast, ein Röntgenbild zu machen, wird Folgendes passieren: 

Du hinterfragst, ob das überhaupt sinnvoll ist, weil du jetzt weißt, dass strukturelle Veränderungen oder Schäden häufig nur gering mit Schmerzen zusammenhängen. UND du untersuchst alle anderen Faktoren, die zu Schmerzen beitragen und arbeitest aktiv daran, deinen Schmerzeimer zu leeren (siehe Schritt #3). 

Bei Schmerzen geht es vielmehr um Sensibilität, als um Schaden. Die Sensibilität des Körpers gegenüber Schmerzen steigt, je voller der Eimer wird und hängt somit von all den Dingen ab, die den Eimer füllen! 

Bitte nicht falsch verstehen – es gibt natürlich Fälle, in denen der Gewebeschaden die Hauptursache für Schmerzen ist. Hier liegt jedoch häufig ein Trauma zugrunde (wie ein Knochenbruch oder ein Bänderriss). 

Ich hoffe sehr, dass du das Thema Gewebeschaden jetzt etwas distanzierter betrachten kannst.